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Windows 2000 setzt auf NT Technologie auf und ist generell besser optimiert für Networking als Windows 9x und sogar NT4, aber es ist immer noch mehr in Bezug auf Ethernet konfiguriert als auf hohe Internet-Geschwindigkeiten. Hier werdet Ihr Informationen finden, wie die Windows 2000 Registry für Kabel-Modems, ISDN, DSL oder irgendeine ähnliche Art von Breitband-Internet Verbindung zu optimieren ist. Die Anpassung der Windows-Konfiguration erfordert einige Kenntnisse von der Windows 2000 Registry.
Un dauch hier die Warnung: Unaufmerksames, falsches Bearbeiten der Registry kann zum Systemausfall führen, deshalb ist grosse Vorsicht geboten! Um die Registry zu bearbeiten, benutzt man am besten das Windows- eigene REGEDIT (START->AUSFÜHREN und REGEDIT eingeben). Es wird dringend empfohlen, dass ein BACKUP von der Windows - Registrierung gemacht wird!!! Der leichteste Weg ist: im REGEDIT oben im linken Fenster ARBEITSPLATZ markieren, und dann über die Menüzeile REGISTRIERUNG-> REGISTRIERUNG EXPORTIEREN anklicken. Empfohlene TCP/IP Einstellungen für Windows 2000 Anders als NT4 unterstützt Windows 2000 große TCP - Fenster namens RFC1323. Windows 2000 schließt noch einige andere Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern ein, die man benutzen kann, um die Geschwindigkeit für TCP/IP Transfers zu erhöhen. Alle folgenden Einträge werden, außer wenn anders beschrieben, in der Windows 2000 Registrierung unter folgendem Schlüssel vorgenommen: HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters TCPWindowSize Der Wert von TCPWindowSize in der Windows 2000 Registrierung ist ein DWORD (stellt Bytes dar in einer Größe von 0 bis zu 2^30) Mit den empfohlenen Werten ( fett ) optimiert Ihr TCP für hohe Geschwindigkeiten im Internet, diese Werte sind für die meisten Fälle o.k., aber wer gerne seinen eigenen Wert benutzen möchten, diesen Richtlinien folgen: Für beste Ergebnisse sollte das TCPWindow ein Vielfaches von MSS (Maximum Segment Size) sein. MSS ist generell MTU-40, wobei MTU (Maximum Transmission Unit) die größte Paket-Größe ist, die übersandt werden kann. MTU ist bei jedem Provider unterschiedlich, siehe auch Abschnitt MTU, da steht, wie man seinen realen MTU ermitteln kann. Es gibt drei Stellen in der Windows 2000 Registrierung, wo man den TCPWindowSize - Parameter hinzufügen kann: HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> GlobalMaxTcpWindowSize="372300" (DWORD, Bytes) Gültige Werte sind von MSS bis 2^30. Den Wert dezimal eingeben, für beste Resultate sollte der Wert ein Vielfaches von MSS sein. HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> TcpWindowSize="372300" (DWORD, eine Anzahl von bytes) Gültige Werte sind von MSS bis 2^30. Gebt den Wert dezimal ein; für beste Resultate sollte der Wert ein Vielfaches von MSS sein. Wenn man mit den Werten experimentieren möchte, versucht mal 186880 oder 93440. TcpWindowSize darf es auch geben unter HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Interface --> - wenn es dort eingetragen ist, überschreibt der Wert, der hier steht, die globalen Einstellungen für dieses einzelne . ( ein könnte z.B. so heißen: {30327DE2-06A1-4A34-A7CB-115840393C40} ) ACHTUNG, bei der Angabe von MaxMTU müssen andere Werte eingegeben werden !! Tcp1323Opts Tcp1323Opts ist eine notwendige Einstellung, um die LARGE TCPWindow´s Unterstützung zu ermöglichen. Ohne diesen Parameter wird das TCPWindow auf 64K begrenzt. HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Tcp1323Opts = 3 " (DWORD, empfohlene Wert ist 3. Die möglichen Werte sind 0 - RFC 1323 Möglichkeiten werden ausgeschaltet, 1 - Fenster einstellbar, aber keine Timestamp Möglichkeiten, 3 - Fenster einstellbar mit Timestamp Möglichkeiten). DefaultTTL (time to live) Dieser Wert bezeichnet die Lebensdauer eines Datenpaketes in Stationssprüngen, bevor es gelöscht wird. Durch die immer weiter zunehmende Größe des Internet´s ist es mittlerweile sinnvoll, ein Datenpaket länger leben zu lassen. Die Windows Grundeinstellung sieht 32 Stationen vor, was aber nicht immer ausreicht und so zu Verzögerungen führt. Ein Optimaler Wert ist momentan 128 Stationen. HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> DefaultTTL = 128" (DWORD, empfohlene Wert ist 128. Andere Werte, die überall benutzt werden, sind 64 und 32) EnablePMTUDiscovery Wenn zu 1 gesetzt (Wahr), versucht TCP, den MTU automatisch vom REMOTE HOST zu ermitteln. Das Setzen auf 0 verursacht, daß der MTU fest auf 576 gesetzt wird, was aber die gesamte durchschnittliche Performance bei HIGH-SPEED-VERBINDUNGEN (ISDN und besser) reduziert. Beachtet, daß diese Einstellungsempfehlung unter WIN2000 anders ist als die Empfehlung für WIN9X. HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> EnablePMTUDiscovery = 1 " (DWORD-boolean, gültige Werte sind 0-- >nicht wahr und 1-- >wahr). Viele Verbindungen sind besser mit diesem Wert von 1 aber wenn Ihr es vorzieht, feste Pakete 1500 zu senden, könnt Ihr den Wert auf 0 setzen. Wenn der Wert auf 1 gesetzt ist, können sich bildende Verbindungen und der Anfangsspeed ein bißchen verlangsamen, aber Ihr werdet einen besseren Datendurchsatz haben, wenn (bei Wert=0) irgendwo in dem Pfad große Pakete fragmentiert werden müßten. EnablePMTUBHDetect Wenn zu 1 gesetzt (Wahr) wird es ermöglicht, "BLACK HOLE"- Router zu entdecken, aber es nimmt auch die Anzahl von RETRANSMISSIONS für das übermittelte Segment zu. In den meisten Fällen sollte man BHDetect auf 0 setzen (ausschalten). HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters -->EnablePMTUBHDetect = 0 " (DWORD-boolean, gültige Werte sind 0-- >nicht wahr und 1-- >wahr, empfohlen: 0). SackOpts (selective acknowledgement options) Dieser Parameter kontrolliert ob die SACK - Unterstützung ermöglicht wird oder nicht. SACK ist für Verbindungen, die große TCP-Window Größen benutzen, besonders wichtig. HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> SackOpts = 1 " (DWORD-boolean, empfohlener Wert ist 1). Mögliche Werte sind 0 - Sack-Unterstützung ausgeschaltet oder 1 - Sack-Unterstützung eingeschaltet). Zusätzlicher TCP/IP verwandter Parameter Da der zusätzliche TCP/IP Parameter in den meisten Fällen nicht notwendig ist, und man nicht irgendeine drastische Verbesserungen zu erwarten hat, will ich Euch diesen aber trotzdem nicht vorenthalten. Ich füge sie für die Leute unter Euch mit hinzu, die gerne mit den Einstellungen experimentieren. Ihr könnt evtl. das letzte Stück Performance damit herausholen, oder das TCP/IP Verhalten der einzelnen Netzwerkadapter ein wenig anpassen. Bedenkt bitte, Ihr solltet schon wissen, was der folgende Parameter bedeutet und wie das Verändern des Wertes Ihre Verbindung beeinflussen kann. MTU Der folgende MTU-Eintrag überschreibt Standard MTU-Wert für das Netzwerkgerät, wo er eingetragen wird. Bedenkt, wenn EnablePMTUDiscovery auf 1 gesetzt ist, TCP trotzfem den kleineren Wert von diesem örtlichen MTU benutzen wird. Wenn Ihr einen MTU Wert hier eingebt, setzt Ihr PMTUDiscovery außer Kraft und hindert so Euer System daran, das Netzwerk MTU mit dem REMOTE HOST auszuhandeln. HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Interfaces --> MTU = 1500 " (DWORD, gültige Werte sind von 68 bis zu oft benutzte Werte sind 576, 1152, 1500). ACHTUNG: der Parameter heißt MTU und NICHT wie bei WIN9X MaxMTU. reale MTU-Werte ermitteln Wählt Euch über DFÜ-Netzwerk bei Eurem Provider ein ( Browser muß nicht unbedingt geöffnet sein ! ) Startet die Eingabeaufforderung, und gebt ein: ping -f -l 548 ************* (-l ist ein kleines L, NICHT ein großes I) für ********** die URL Ihres Internet-Providers eingeben, bei einem T-Online-Zugang heißt die komplette Zeile dann so: ping -f -l 548 www.t-online.de Nun muss man die Eingabe immer wieder wiederholen, und dabei den Wert 576 solange erhöhen, bis ein Fehler kommt. Wenn dieser Fehler auftritt, verringert den Wert wieder solange, bis man sich an den Wert "herangetastet" haben, wo es keinen Fehler gibt. Ziel bei dieser Prozedur ist es, den größten Wert OHNE Fehler herauszufinden. Dieser Wert +28 ist der REALE MTU Eurer Internetverbindung. Beispiel: Ich habe einen Account bei T-Online über ISDN (ohne Kanalbündelung !). Mit der oben beschriebenen Prozedur habe ich als maximalen Wert 1472 herausbekommen. 1472+28 = 1500 . Die MTU ist also 1500. Diesen Wert gebe ich nun an folgender Stelle ein: HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Interfaces --> MTU = 1500 (dezimal !!!) Nun müssen die Werte von GlobalMaxTcpWindowSize und TcpWindowSize noch errechnet werden: TcpWindowSize = (MTU - 40) * 255 (Fenstergröße 255) TcpWindowSize = (1500 - 40) * 255 TcpWindowSize = 372300 Dieser Wert muß nun hier eingegeben werden: HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services -->Tcpip --> Parameters --> GlobalMaxTcpWindowSize = 372300 HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> TcpWindowSize = 372300
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Gruss Pitter ______________________________________________________________________________ Ich bin nicht die Signatur.... ich putz hier nur... Link in eigener Sache: Glasperlenkunst ![]() **** Kein Support per Mail/PN, nur über das Forum! **** Last edited by Pitter on 18-01-2002 at 17:34 |
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Board-Frischling
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Einträge nicht vorhanden?
Hallo
Habe meine Registry überprüft und keinen einzigen der empfohlenen Einträge vorgefunden. Habe DSL mit einer AVM DSL-Fritzcard SL und 1&1 als Provider auf einem Win2000-System. Würden diese Registry-Einträge der DSL-Geschwindigkeit überhaupt etwas bringen? Die MTU-Werte sind bei mir schon optimal. Habe auch bisher kein Tuningtool für DSL benutzt. Können die Registry-Einträge Schaden anrichten? Tschüß |
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